Der Tag begann noch mit etwas leichtem Nieselregen, aber die Vorhersage ging von einem Ende am späten Vormittag aus. Also genossen wir erstmal ein ausgedehntes Frühstück und überlegten währenddessen, wohin es heute gehen sollte. Nein, auf Ouzo Bingo hatten wir keine Lust – dies wurde allen Frühstücksgästen heute als Veranstaltungshighlight angeboten.
Die Entscheidung war relativ schnell gefallen: heute mal nicht so eine weite Fahrt, sondern wir erkundeten erst einmal den Südteil der Halbinsel. Zum Kap Kassandra, oder besser Cape Sevas, sollte es gehen.
Die Strecke war zwar nicht allzu weit, aber aufgrund der Straßenverhältnisse nahm sie doch einige Zeit in Anspruch. Wir fuhren durch viel Grün, hier gab es keine großen Dörfer oder gar Städte mehr.
Im Südosten in Agios Nikolaos machten wir Halt. Erstens gab es hier eine kleine Kirche mit tollem Ausblick bis zur Nachbarhalbinsel, und zweitens wurde der Weg danach nur noch ein besserer Feldweg, der ohne Allrad kaum zu befahren sein dürfte. So besichtigten wir die kleine Kirche und machten uns dann auf einen fast 3 km langen Fußweg zum Cape Sevas, der Spitze der Kassandra.
Der Weg führte lange bergan, durch Olivenhaine und Wiesen, und das Wetter wurde immer schöner. So näherten wir uns dem Kap, und am Ende ging es sogar wieder ein kurzes Stück bergab. Der Weg wurde immer schmaler, aber der Ausblick entschädigte auf jeden Fall für die Anstrengungen. Diesen genossen wir einige Zeit, bevor wir uns wieder auf die Rücktour machten.
Wieder in Agios Nikolaos angekommen entschieden wir, nicht den direkten Weg zurück zum Hotel zu nehmen, sondern etwas weiter südlich durch das kleine Bergdorf Agias Paraskevi zu fahren. Ein schöner kleiner Ort, leider ist während der Vorsaison hier noch alles geschlossen. Aber der Halt war dennoch lohnenswert.
Dann ging es das letzte Stück bis zum Hotel, diesmal über kurvige Bergstraßen. Circa 5 km später erblickten wir schon unseren Parkplatz. Und da das Wetter so herrlich war, wurde heute der Whirlpool angetestet. Wenn wir den schon auf unserem Balkon haben… Herrlich!
Zum Abendessen ging es in Makis Tavern im Ortszentrum. Eine typische kleine griechische Taverne. Das Essen war lecker und wie der Juniorchef sagte – nicht zu viel und nicht zu wenig. Nette Bedienung, und der Ouzo ging aufs Haus. So konnten wir den Abend entspannt verbringen.