In unseren kleinen, aber gemütlichen Zimmern verbrachten wir eine ruhige Nacht. Auch wenn das Haus direkt an der Straße steht, war kaum etwas zu hören.
Vom Hausherren Declan bekamen wir heute ein sehr reichhaltiges und super leckeres Frühstück serviert. So gestärkt konnten wir uns jetzt auf unsere heutige Tour begeben. Allerdings nicht, ohne von Declan noch ein paar Insidertipps erhalten zu haben.
Die Koffer wurden ins Auto gepackt und es hieß: Tschüss, Westwood House B&B mit deinen tollen Wirtsleuten.
Unsere Strecke sollte uns heute entlang des Wild Atlantic Ways führen. Mal sehen, was wir so alles erleben werden.
Der erste Stopp war schon nach wenigen Kilometern erreicht. Im kleinen Örtchen Murrisk stellten wir das Auto ab und begaben uns auf eine kurze Erkundungstour. Murrisk liegt am Fuße des Croagh Patrick, Irlands heiligem Berg. Ein Teilstück des Weges wurde von uns erwandert, um die herrliche Aussicht von hier oben auf den Atlantik zu genießen.
Nachdem ein kleiner Teil der Reisegruppe seinen Kaffeedurst gestillt hatte, setzten wir unsere Fahrt fort. Das nächste Ziel war Carrowmore Beach, ein wunderschöner Strandabschnitt bei Louisburgh. Zum Baden war es zu kalt, aber um sich die Füße etwas zu vertreten reichte es allemal. Auch die Pferde in der Koppel nebenan freuten sich über ein paar Streicheleinheiten und ein paar Grasbüschel extra. Die Landschaft rundherum - irische Bilderbuchidylle.
Um zum nächsten Etappenziel zu gelangen, fuhren wir durch das Doolough Valley, vorbei am wunderschönen Doo Lough hin zum einzigen Fjord Irlands, dem Killary Fjord. An dessen Ende ergießt sich der Erriff River über den Aasleagh Wasserfall in den Atlantik. Ein schöner und kostenloser Zwischenstopp.
Der letze Stopp für heute hieß Kylemore Abbey. Das Schloss und der dazu gehörende Garten wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts vom Großindustriellen Mitchell Henry für seine Frau Margaret erbaut. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Schloss und Ländereien an das Herzogpaar von Manchester verkauft, bevor der Besitz an den Benediktinerorden überging. Einige Teile des Schlosses und den wunderschönen Garten kann man besichtigen. Leider wurde unsere Besichtigungstour von ein paar sehr „netten“ italienischen Touristen beeinträchtigt.
Erfolgreich waren wir dafür aber im Giftshop, denn hier konnten wir ein paar schöne Souvenirs erstehen.
Da die Zeit nun doch schon recht fortgeschritten war, machten wir uns auf den Weg zu unserer heutigen Unterkunft, dem Atlantic View B&B in Clifden, Connemara. Deborah bereitete uns einen herzlichen Empfang und wir konnten unsere gemütlichen Zimmer beziehen.
Fürs Abendessen mussten wir heute allerdings noch einmal das Auto bewegen. In Clifden gab es dann genügend Auswahl, unsrige ist auf das E.J. Kings Bar und Restaurant gefallen. In diesem urigen Lokal schmeckte das Essen grandios und der Service war einfach super. Pappsatt machten wir uns auf den Heimweg.
Im B&B angekommen, wurde noch ein Spielchen gespielt und dann hieß es für heute: Gute Nacht.