Nach einer entspannten Nacht - nun gut, durch die in den Betten liegenden Wärmedecken anfangs doch recht warm, stärkten wir uns mit einem guten kontinentalen Frühstück. Dann hieß es Abschied nehmen von Hillary und dem Esel Lily.
Unsere Tour führte uns über sehr abenteuerliche Wege (hier in Irland sagt man Straße dazu) an Athlone und Roscommon vorbei nach Strokestown. Hier merkten wir, dass unser Navi uns ein bisschen ärgern wollte. Doch egal, unseren Zielpunkt haben wir auch so gefunden. Eigentlich wäre der Plan gewesen, sich das Museum im Strokestown Park anzuschauen, wir haben uns aber dagegen entschieden, da dieses wohl doch nicht ganz unseren Interessen entspricht. Also wurde nur im Museumsshop geschaut, ob ein paar Souvenirs den Besitzer wechseln wollten...
Ein kurzer Spaziergang durch Strokestown folgte, doch da es nun anfing zu regnen, machte das nicht lange Freude. Darum hieß es wieder, Strecke zu machen.
Also, Pläne hatten wir für heute schon so einige. Der nächste wäre gewesen, einen Stopp an der Elphin Windmill einzulegen. Diese Windmühle ist die älteste erhaltene und restaurierte Windmühle Irlands. Doch leider wurde die Mühle bei einem Sturm im Januar 2025 zerstört und wird nun erst wieder aufgebaut. Deshalb ist sie momentan für Besucher geschlossen. Schade...
Leider wurde das Wetter auch nicht besser. Auf dem weiteren Weg nach Sligo regnete es immer wieder, mal mehr, mal weniger. Doch wie sagt das Sprichwort so schön: es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Also wurden, in Sligo angekommen, die Regennacken angezogen und die Tour durch den kleinen Ort konnte beginnen. Die Cathedral of the Immaculate Conception machte den Anfang. Diese wurde im 19. Jahrhundert erbaut und ist bis heute noch genutzt.
Nun ging es durch den Ort, vorbei an kleinen Läden und Pubs, hin zur Sligo Abbey. Diese wird in den Reiseführern oft erwähnt. Dass es sich hierbei aber um eine Ruine aus dem 16. Jahrhundert handelt, wird gern verschwiegen. Und auf alte Steine hatten wir so gar keine Lust. Darum setzten wir unsere Fahrt fort und kamen bald in unserem heutigen B&B an, dem Church View B&B in Gurteen. Von außen machte es nicht viel her, aber die Zimmer sind echt ein Traum.
Schnell kam nun die Frage nach dem Abendessen auf. Tja, viel hat der Ort nicht zu bieten, das einzige Restaurant war zwar offen, aber geizt montags mit warmen Speisen. Der Pub bietet nur Getränke an. Also, was nun? Zum Glück gibt es hier einen kleinen Take Away, dessen Speisekarte vielversprechend klang. Und das hörte sich nicht nur so an, sondern war richtig lecker und die Portionen riesengroß. So haben wir halt Picknick im B&B gemacht.
Nach einer kleinen Spielerunde ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.